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In diesem Artikel erfahren Sie alles über Holz-Dachfachwerke – die verschiedenen Fachwerkarten, die Vorteile von Dachfachwerken, die Projektkosten sowie den richtigen Ablauf bei der Bestellung von Holz-Dachfachwerken.
Holz-Dachbinder sind vorgefertigte Konstruktionen, die ein Gebäude symmetrisch von einem Ende zum anderen überspannen und individuell für jedes Projekt gefertigt werden. Die Binder bestehen aus hochwertigem C24-Holz, das mit speziellen Stahlplatten (Gang-Nail) verbunden wird, wodurch eine äußerst langlebige Konstruktion entsteht.
Sie basieren auf jahrhundertealten, bewährten geometrischen Prinzipien, die in Kombination mit moderner Ingenieurtechnik eine flexible und praktische Lösung für Dach- oder Deckenkonstruktionen bieten und gleichzeitig Baukosten sowie Montagezeit reduzieren.
Ein Dachbinder besteht aus Holzbauteilen, deren Verbindungen ein miteinander verknüpftes Dreieckssystem bilden, das die Last trägt. Diese Verbindungen werden mit Metallplatten (6) hergestellt.

Die dazwischenliegenden Streben bilden das Fachwerk (Webbing). Der höchste Punkt des Dachbinders heißt First bzw. Spitze (4). Die Verlängerung über den Untergurt hinaus nennt man Dachüberstand (5).
Der Abstand zwischen den tragenden Wänden ist die Spannweite (1). Der Abstand zwischen First und Untergurt ist die Binderhöhe (7). Dachbinder ermöglichen Materialeinsparungen im Vergleich zu klassischen Sparren, bei denen Holz oft weniger effizient genutzt wird.
Holz-Dachbinder eignen sich sowohl für kleine Gebäude (ab ca. 6 m Spannweite) als auch für große Industrieobjekte (bis zu 35 m Spannweite). Mithilfe spezieller Software lassen sich Dach- und Deckenkonstruktionen individuell planen.
Dreiecksbinder – klassische Form für Wohn- und Industriebauten
Scherenbinder – für höhere Deckenräume
Dachbodenbinder (Attic) – für ausbaubare Dachgeschosse
Halbrunde Binder – für Kuppeln und runde Dächer
Weitere Varianten:
Mansardbinder
Flachdachbinder
Mono- und Duo-Binder
Verstärkte („Stubbed“) Varianten für höhere Lasten
Sparren sind günstiger – stimmt nur bei kleinen Projekten.
Sparren sind schneller zu montieren – tatsächlich kann die Montage bis zu 2,5× länger dauern.
Sparren brauchen weniger Holz“– im Gegenteil, sie verursachen oft mehr Verschnitt (ca. +30 %).
Schnelle Montage (Hausdächer oft in 1–2 Tagen)
Geringere Kosten als Metallkonstruktionen
Weniger Materialverlust
Große Spannweiten ohne tragende Innenwände (bis 35 m)
Individuelle Formen und hohe Flexibilität
Präzise Fertigung mit Software
Hohe Qualität durch Produktion im Werk
Umweltfreundlich durch effiziente Holznutzung
Die Kosten eines Dachbinders hängen ab von:
Dachüberstand
Dachneigung
Binderabstand
Anzahl der Binder
Dachlasten (Schnee, Wind)
Spannweite
Benötigte Informationen für ein Angebot:
Projektadresse (für Schnee- und Windlasten)
Dacheindeckung
Gebäudenutzung
Gewünschter Montagetermin
Baupläne (Schnitt, Grundriss etc.)
Adresse: bestimmt klimatische Lasten
Gebäudenutzung: beeinflusst Normen und Anforderungen
Pläne: entscheiden über Anzahl und Anordnung der Binder
Dachmaterial: bestimmt das Gewicht
Für ein Haus mit 12,6 m × 9 m Dachfläche und Metallziegeln:

1. Gebäudegeometrie erstellen.

2. Dachform und Neigung festlegen.

3. Binder unter Berücksichtigung von Lasten konstruieren:
Schneelast
Windlast
Dachgewicht
Eigengewicht
Gewicht der Dacheindeckung


5. Angebot berechnen
Ergebnis:
9 Dachbinder + 2 Sparren + Montagezubehör
Gesamtkosten: 1468,76 € (inkl. MwSt.)
Produktionszeit: einige Tage bis mehrere Wochen
Montage meist mit Kran (schneller und sicherer)
Exakte Positionierung des ersten Binders ist entscheidend
Montagepläne werden vom Hersteller bereitgestellt.